DAS FORUM MEDIENDESIGN DER RFH KÖLN

Das Forum Mediendesign ist als Hochschul- und Branchentreff der Kölner Kreativszene fest etabliert. Seit seiner Erstauflage 2007 verfolgen Jahr für Jahr viele hundert Besucher das Design-Event. Veranstaltet vom Studiengang Mediendesign der Rheinischen Fachhochschule Köln, ist es das größte regelmäßig stattfindende Mediendesign-Event, welches von einer Hochschule durchgeführt wird. In einer inspirierenden Mischung von Vorträgen erörtern einflussreiche Designer, Kreative und Wissenschaftler gesellschaftliche Trends, Ideen, Konzepte, neue Technologien und die Grundsätze guter Gestaltung.
Das 10. Forum Mediendesign findet am 5. November 2016 im Museum Ludwig in Köln statt. Mehr Infos gibt es ab September 2016 unter www.forum-mediendesign.de

DAS FORUM MEDIENDESIGN 2015

Wir sind Designer … und noch viel mehr
Bericht zum 9. Forum Mediendesign

Der Studiengang Mediendesign der Rheinischen Fachhochschule Köln hatte geladen und acht namhafte Designer und rund 650 Besucher waren gekommen. Das 9. Forum Mediendesign stand unter dem Motto „Wir sind Designer“ und zog erneut ein breites Publikum aus Lehre und Praxis an – Studierende, Alumni, Lehrende, Gestalter und Designer. Der Veranstaltungsort, das Filmforum des Museum Ludwig, war bis weit über den letzten Platz hinaus besetzt. Mitreißende und persönliche Vorträge über Typografie, Sound oder Fotografie lieferten neue Impulse und Visionen für eine digitale und globale Zeit. Das Forum Mediendesign ist das wichtigste Kreativ-Event der Region, das von Studierenden organisiert wird. Der nächste Termin steht schon fest: 5. November 2016.

Wir sind Designhelden, Designmanager und Designforscher

Designer sind nicht nur Kreative, sondern auch Charaktere. Leute mit Persönlichkeit und Herzblut – und davon hatte die Designkonferenz reichlich. Auf der Bühne standen Idealisten wie erfolgreiche Geschäftsleute, Wissenschaftler wie kreative Freaks. Der Blick über den Tellerrand ist für das Forum Mediendesign ein Prinzip. Referenten wie Luc(as) de Groot (Type Designer), Oscar Meixner (Sounddesigner Hastings Audio Network), Achim Schaffrinna (Autor Design Tagebuch), Kristoffer Heilemann (Kreativchef BBDO) und der Fotograf Paul Ripke (Tote Hosen, WM in Rio) haben das in ihren Vorträgen eindrucksvoll bestätigt.

Wir sind Laufweiten-Lover und Kamerakünstler

Die Welt der Serifen, Laufweiten und Satzspiegel ist – noch mehr als alle anderen Bereiche der Gestaltung – eine große Unbekannte für den Laien. Und natürlich eine zu Unrecht missachtete. Zumal das geschriebene Wort in Zeiten des Internets – ganz anders als vorausgesagt – lebendiger denn je ist – meint Luc(as) de Groot, Typografie-Ikone aus Berlin. Er präsentierte schöne Schrift zwischen unschönen Extremen, gab eine Live-Demonstration seines täglichen Kampfes mit dem Raster und gewährte tiefe, unerwartete Einblicke in das Gestalten von Buchstabenformen und Formen generell. Witzig und informativ.

Sehr kurzweilig war auch der Vortrag von Fotograf Paul Ripke, der im Juli 2014 im Auftrag des DFB das Finale der Weltmeisterschaft in Rio de Janeiro sowie die Ankunft der Mannschaft in Berlin dokumentierte. Er erklärte, wie sich Dienstleistung, Handwerk, Leidenschaft und Herzblut unter einen Hut bringen lassen. Mit seinen Erkenntnissen konnte er das Publikum begeistern und machte Mut, die Herausforderungen als Designer zu meistern.

Wir sind Design-Liebhaber und Design-Kritiker

Dazwischen lagen intensive und spannende Vorträge von renommierten Vertretern der Design-Zunft: der Sounddesigner Oscar Meixner bot wohltönende und prägnante Eindrücke seines kreativen Schaffens, BBDO-Kreativchef Kristoffer Heilemann beeindruckte die Anwesenden mit einem visuellen Feuerwerk. Alexander Geh, Creative Director bei der Grey-Tochter KW43, gab einen Einblick in die Schattenseite des Designer-Alltages, in dem er Agentur-Arbeiten präsentierte, die von Entscheidern verschmäht und unverstanden abgelehnt wurden. Achim Schaffrinna, der bekannteste Fach-Blogger der Design-Szene, führte insbesondere den Studierenden kritisch vor Augen, dass sich sowohl Design als auch das Verständnis für Design und somit das Berufsbild des Designers gewandelt haben und sich weiter wandeln werden. Die Designer Raban Ruddigkeit und Lea Brousse plädierten für den interdisziplinären Austausch bei Design-Prozessen, um alle Beteiligten zu Designern einer Marke werden zu lassen. Sie präsentierten ihr brandneues Design für das Tanzjahr 2016, das weit mehr als ein Logo ist.

Wir sind Medienmacher und Kongress-Kreateure

Neben 7 Stunden Vorträgen gab das Forum Mediendesign die Gelegenheit zu einzigartigen Begegnungen, spannenden Diskussionen und vielfältigen Inspirationen. Den ganzen Tag über war im Foyer eine Ausstellung von gestalterischen Arbeiten und kreativen Projektergebnissen aus dem Studiengang Mediendesign zu sehen. Am Vormittag wurde auch in diesem Jahr in Kooperation mit der Kölner Agentur denkwerk ein Workshop für den kreativen Nachwuchs veranstaltet.
„In diesem Jahr war das Programm ausgesprochen breit angelegt, vereinte Typografie, Grafikdesign, Sounddesign, Fotografie, Werbung, alte Bekannte und Neuentdeckungen, und zeigte dabei, wie mitreißend es ist, immer wieder die Grenzen der Disziplinen zu überschreiten,“ resümiert Prof. Martin Teschner, Manager und Leiter des Forum Mediendesign. „Die Besucher fanden die Mischung aus fachlichem Anspruch und selbstbewussten Präsentationen außerordentlich gelungen. Ein spannender Tag, wunderbar umgesetzt durch das beeindruckende Engagement der Studierenden und all derer, die außerdem mitgeholfen haben.“
Prof. Dr. Stefan Ludwigs, Studiengangsleiter des Mediendesign-Studiums (Vollzeit) ergänzt: „Das Forum ist das absolute Highlight in unserem Studienjahr; die intensive Atmosphäre, die Nähe zu den Top-Kreativen, das Staunen über die deren Lösungen – ein herrlicher Impuls für unsere Studierenden und für unser gesamtes Kollegium."

KURZINFORMATIONEN

Wann? Am 7. November 2015 von 14:00 bis 21:00 Uhr mit rund 600 Teilnehmern und renommierten Referenten. Am Vormittag gibt es Workshops für den kreativen Nachwuchs. Die Teilnahme am Forum und den Workshops ist kostenlos.

Wo? Im Museum Ludwig, welches zu den bedeutendsten Museen Europas für die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts zählt. Direkt auf der Domplatte hinter dem Kölner Dom und verkehrsgünstig am Hbf.

Wer? Jeder mit Interesse an Design oder der Medienwelt ist herzlich willkommen. Beim Forum sprechen wegweisende Designer, Professoren, Wissenschaftler, Kreative und viele andere. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

DIE IDEE

Das Forum Mediendesign ist mittlerweile – nicht zuletzt aufgrund vieler hochkarätiger Vorträge von internationalen Designern – das größte regelmäßig stattfindende Mediendesign-Event, welches von einer Hochschule veranstaltet wird. Veranstalter ist der Studiengang Mediendesign der Rheinischen Fachhochschule Köln. Bereits seit neun Jahren bringt das Forum Mediendesign Angehörige der Medienbranche im Museum Ludwig in Köln zusammen und hat sich als Plattform für Kreative und solche, die es werden wollen, bewährt. Das Forum wirkt inspirierend, gibt Einblicke in spannende Themen und Projekte, fördert den Austausch von Fachwissen und sorgt für einen kreativen Kick. Hier trifft sich die Designszene: Neben den Pausen-Zeiten gibt es abends ein Get Together, um interessante Teilnehmer oder Sprecher kennenzulernen.
In diesem Jahr lautet das Motto „Wir sind Designer“. Die meisten Designer sind von einer ganz speziellen Hingabe angetrieben, im Beruf, im Privaten, im Leben. Der leidenschaftlich gelebte Job ist der Schlüssel zum Erfolg – neben Handwerk und Kreativität. Leidenschaftlichkeit gibt uns die Energie zum Handeln, sie ist die Basis für Veränderung und Fortschritt. Beim 9. Forum Mediendesign zeigen Designer und Kreative, wie einfach Erfolg sein kann, wenn wir uns trauen, den eigenen Leidenschaften zu folgen. Experten aus den Bereichen Grafik, Design, Kommunikation, Typografie, Fotografie und Sound werden uns ihre Strategien als Designer vorstellen. Viele Inspirationen und neue schöpferische Kraft gibt es zum Mitnehmen dazu.

DIE REFERENTEN

360 Grad Sound Design – die Vielfalt der heutigen Tongestaltung

Oscar Meixner

Sound Designer & Geschäftsführer, Hastings Audio Network, Hamburg

Oscar Meixner, geb. 1968, ist Geschäftsführer und Sound Designer bei Hastings Audio Network, einem der führenden Audioproduktions-Dienstleister in Deutschland und der Schweiz. Aus einer Musikerfamilie stammend kam er schon früh mit dem Thema „Sound“ in Form von Klavier- und Gitarrenunterricht in Berührung. Während seiner Schulzeit komponierte er erste Tracks für Film und TV. Nach einer Ausbildung 1991 bei Hastings zum Tonmeister mit dem Schwerpunkt Werbung, folgte dann eine über 20-jährige Karriere in der Audiopostproduktion. Dabei entstanden mehr als 10.000 Projekte für renommierte Kunden wie z.B. BMW, Saturn/Media, Telekom, Bild oder McDonalds. Oscar Meixner gilt als einer der meist ausgezeichneten Tonmeister Deutschlands mit 8 Cannes-Löwen, 70 Nägeln in Gold, Silber und Bronze beim ADC Deutschland und dem REDDOT-Award „Best of the Best-Sounddesign“. Er war Juror bei den Cannes Lions, beim britischen D&AD, beim ADC Deutschland und beim Radio Advertising Award der RMS/AS&S.

Zum Vortrag: Welche Anforderungen werden heutzutage an einen Sounddesigner gestellt? Wer sind die potentiellen Auftraggeber? Wie sieht der Arbeitsalltag in der Praxis aus? Wie hebe ich mich ab und werde selbst zur Marke? Antworten darauf gibt der Vortrag anhand von vielen Beispielen aus der Praxis.

www.hastings.de

www.oscarmeixner.de

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Wir sind Designer … weil wir gute (schlechte) Verlierer sind

Alexander Geh

Creative Director, KW43 Branddesign, Düsseldorf

„Wir haben uns nach langer und intensiver Diskussion doch ganz knapp für eine andere Agentur entschieden. Sie hatte einfach den emotionaleren Ansatz.“ Wenn man diese Worte hört, ist klar: man ist wieder einmal nur Zweiter geworden. Die letzten Tage, Wochen oder gar Monate aufopfernder Arbeit waren umsonst.

In seinem Vortrag gibt Alexander Geh einen Einblick in die Schattenseite des Designer-Alltages. Es werden Pitch-Beiträge aus dem Dunkel der KW43 Archive ans Licht geholt. Hierbei handelt es sich um Arbeiten von denen die Agentur überzeugt war. Arbeiten, die von Entscheidern verschmäht und unverstanden abgelehnt wurden. „Immer diese bornierten Kunden! Und was die Kollegen da wieder gemacht haben, geht ja gar nicht.“

Frust und Enttäuschung – ist es nur bitterer Beigeschmack, den ein verlorener Pitch hinterlässt? Was sich aus Niederlagen lernen lässt und woher die Motivation für die nächste Aufgabe kommt, darüber gibt Alexander Geh einen Designer-Alltagseinblick.

Alexander Geh arbeitet seit 2010 als Creative Director für die Düsseldorfer Agentur KW43 Branddesing. In dieser Zeit hat er nicht nur Pitches verloren, sondern auch gewonnen. Er betreut dort neben anderen nationalen und internationalen Kunden Germanwings, DORMA, Ergon und ABUS. Dabei wurde er mehrfach bei Wettbewerben wie dem Red Dot Design Award, iF communication Award, DDC, Rebrand und dem Corporate Design Preis ausgezeichnet.

www.kw43.de

Designing Brand Experiences

Kristoffer Heilemann

Kristoffer Heilemann ist Creative Managing Director bei BBDO Düsseldorf. Nach einem Architekturstudium begann er 2001 seine Arbeit in der Werbung. Seine bisherigen Stationen waren Nordpol+ Hamburg, DDB Berlin und BBDO Düsseldorf. In den vergangenen Jahren war er für viele nationale und internationale Kunden wie beispielsweise Volkswagen, Smart, Beck’s, Dr. Oetker, Entega, Sky, Nike, Bridgestone und Mars tätig.

Kristoffers Arbeiten sind vielfach ausgezeichnet. Seit 2007 ist er Mitglied des Art Director Clubs Deutschland (ADC). Beim ADC Festival in Hamburg, dem wichtigsten Wettbewerb der Werbung in Deutschland, hat die BBDO-Gruppe im Jahr 2015 so viele Preise geholt wie keine andere Agentur: Mit insgesamt 29 Nägeln (11x Silber und 18x Bronze) konnte sich das BBDO-Netzwerk nach Anzahl der Preise an die erste Stelle der Rangliste setzen. Prämiert wurden zahlreiche Arbeiten von BBDO Berlin, BBDO Düsseldorf und von Interone – für Kunden wie Smart, BMW, true fruits, Pedigree oder etwa Pioneer.

Zum Vortrag: Wie können Marken heute Menschen noch erreichen? Kristoffer Heilemann gibt Antworten und untermauert diese mit Praxisbeispielen von klassischer Werbung zu ganzheitlichen Markenerlebnissen.

www.bbdo.de

Bis zum Äußersten

Luc(as) de Groot

Type Designer, LucasFonts, Berlin

Luc(as) de Groot ist bekannt mit seiner riesigen Schriftsippe Thesis: TheSans, TheSerif, TheMix, TheSansMono und TheAntiqua. Er hat Hausschriften gestaltet für Medien wie Le Monde, Metro, die brasilianische Folha de S.Paulo, taz.die tageszeitung, Freitag, Jungle World und Der Spiegel, sowie für Volkswagen, Miele, Heineken und Sun Microsystems. Für Microsoft hat Luc(as) de Groot Consolas, die Nachfolgerin der Courier, entwickelt, sowie Calibri, die neue Standardschrift in MS Word.

Luc(as) ist Vater, Ehemann, Illustrator und Meister vieler Gewerke. Als leidenschaftlicher Schrifttechniker und Hinting-Spezialist hat er seine anisotropische topologieabhängige Interpolationstheorie aufgestellt. Sein Büro für Schriftgestaltung LucasFonts führt er in Berlin; er unterrichtet und hält Vorträge weltweit.

Gestalter rund um den Globus sind angezogen von der Funktionalität, dem freundlichem Erscheinungsbild und lieben die enorme Bandbreite, die Lucas’ Fonts bieten. Manche schätzen auch die Eigenwilligkeit – das Streben nach Extremen, das Luc(as) zu den schmalsten, dünnsten, witzigsten und fettesten Schriften geführt hat.

Zum Vortrag: Luc(as) de Groot präsentiert schöne Schrift zwischen unschönen Extremen. Er spricht über die Nichtmachbarkeit von 32 Mastern und gibt eine Live-Demonstration seines täglichen Kampfes mit dem Grid. Er erklärt Details optischer Mathematik und gewährt damit tiefe Einblicke in das Gestalten von Buchstabenformen – und Formen generell. In seinem Vortrag behandelt er sehr logische und sehr unlogische Phänomene (die „bald“ in Buchform erscheinen werden). Luc(as) streift seine Anisotropische Topologie-abhängige Interpolationstheorie und gibt feine praktische Beispiele: bezogen auf seine ersten Schriftfamilien, und wie sie florieren. Wie begegnet man als Schriftgestalter den Herausforderungen fremder Sprachsysteme? Wie steht es um die interkulturellen Implikationen – und die praktische Anwendbarkeit? Folgen Sie Luc(as) von seinen ersten Abenteuern 1995 mit TheSans zu seinen Schriftexpeditionen heute. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Sie dabei einschlafen.

www.FontFabrik.com

www.lucasfonts.com

Der Weg zur WM: One Night in Rio - Fotografie von Dienstleistung bis Herzblut

Paul Ripke

Fotograf, Hamburg

Paul Ripke (*1981 in Heidelberg) ist Fotograf mit den Schwerpunkten Werbe-, Mode-, Sport- und Konzertfotografie. Er arbeitet für eine große Zahl namhafter Kunden, wie beispielsweise Hugo Boss, IWC, Axe, Hermes, Red Bull, den DFB oder Musiker wie Die Toten Hosen und Marteria. Ripke betreibt in Hamburg-Norderstedt das Studio PR. In seinen persönlichen Arbeiten befasst sich Ripke mit Landschaftsfotografie und Reisereportagen.

Ripke, der Autodidakt ist und nie eine fotografische Ausbildung absolvierte, studierte Betriebswirtschaftslehre und fand über seinen Vater, einen begeisterten Hobbyfotografen, zur Fotografie. Bereits im Jahr 2001 gründete er die Ripke GmbH, unter der er inzwischen seine fotografischen Geschäfte führt. Der Einstieg in den professionellen Bereich erfolgte im Jahr darauf durch erste Aufträge aus der Hip-Hop- Szene.

Paul Ripke setzt sich für die Charity-Organisation Viva con Agua ein und begleitete 2013 und 2014 mit den Musikern Marteria und Meckes einen Brunnenbau in Uganda und Kenia.

Ripke veröffentlichte außerdem den Bildband „Zwei Minuten Zufall“, der Teil eines vierjährigen Projekts ist, bei dem in je zwei Minuten insgesamt 400 spontan und natürlich wirkende Porträts prominenter Personen entstanden. Im Juli 2014 dokumentierte Paul Ripke im Auftrag des DFB das Finale der Weltmeisterschaft in Rio de Janeiro sowie die Ankunft der Mannschaft in Berlin.

Zum Vortrag: Wie lassen sich Dienstleistung, Handwerk, Leidenschaft und Herzblut miteinander vereinbaren? Paul Ripke spricht über seinen fotografischen Lebensweg, gibt Einblicke in die täglichen Herausforderungen als Gestalter – von Aldi bis auf den WM-Rasen.

www.paulripke.de

Jeder Mensch ist ein Designer

Lea Brousse & Raban Ruddigkeit

Designer, Partner Brousse & Ruddigkeit, Berlin

Lea Brousse wurde 1984 in der Provence in Frankreich geboren. 2004 absolvierte sie ihren Bachelor in GCEA Levels Science Technology Industrial. Danach studierte sie zuerst Product Design an der ESAAT Roubaix und hat dort 2004 ein Diplom als Holder of the technical superior license erhalten. In Venedig machte sie 2009 den Master Product Industrial Design an der University of Architecture. Danach arbeitete sie als Designerin u.a. für Teodolinda (Venedig), Scharly Design (Paris), Ollo Design (Venedig) und Glow (Berlin). Von 2012 bis 2014 war sie Lead Designer bei Zafin (Nordamerika) und freie Kreative. Sie spricht französisch, englisch, italienisch, deutsch und graphicdesign.

Raban Ruddigkeit wurde 1968 in der Buchstadt Leipzig geboren, wo er Ende der achtziger Jahre das erste und letzte Fanzine der DDR mitbegründete. Er arbeitete seitdem als Illustrator, Gestalter und Autor. Nach zehn Jahren im Grafikbereich und weiteren 10 Jahren in der klassischen Werbung gründete er 2008 das Atelier + Ruddigkeit in Berlin, in dem beide Welten (Ideen und Umsetzungen) hart aufeinander treffen. Er hat mehr als 100 nationale und internationale Preise gewonnen und wurde vom ADC und der KfW Bankengruppe 2012 zur „Rookie Agency of the year“ gewählt. Raban Ruddigkeit unterrichtete an der UdK Berlin, HfG Offenbach, AMD Hamburg und weiteren Schulen. Er ist darüber hinaus Herausgeber von Freistil, sowie gemeinsam mit Lars Harmsen Herausgeber von Typodarium und Poladarium.

Im Jahr 2015 haben sich Lea Brousse und Raban Ruddigkeit zu Brousse & Ruddigkeit zusammengetan.

Zum Vortrag: Im Zeitalter eines stetig zunehmenden Dialoges zwischen Menschen und Marken ist es nicht genug, Logos, Schriften und Farben festzulegen, wenn man eine Marke aufbauen will. Es ist ebenso notwendig, einen Austausch zu ermöglichen und im besten Falle alle Mitarbeiter und Kunden zum Designer einer Marke werden zu lassen.

www.brousseruddigkeit.com

Wir sind Designer. Sind wir Designer?

Achim Schaffrinna

Designer & Autor Design Tagebuch, Hannover

Achim Schaffrinna ist Diplom-Designer und Autor des Fachblogs „Design Tagebuch“, das im Jahr 2009 mit dem Grimme Online Award in der Kategorie „Wissen und Bildung“ ausgezeichnet wurde. Er studierte an der Fachhochschule Hannover Kommunikationsdesign, lebt und arbeitet in Hannover, fühlt sich aber auch im Netz und in den digitalen Medien heimisch, die er seit 1996 mitgestaltet. Nachdem er zehn Jahre im Agenturumfeld gearbeitet hat, wechselte er zur Mediengruppe Madsack, wo er die Gestaltung digitaler Angebote verantwortete. Seit 2011 ist er als selbstständiger Designer und Autor tätig und unterstützt Unternehmen innerhalb von Designprozessen. Wenn er nicht gerade in seinem Blog oder für andere Medien über Designthemen schreibt, beschäftigt er sich in Projekten mit Corporate Design, Webdesign und Usability, erstellt Website-Expertisen und versucht Form, Funktion und Nutzen zu einer Einheit zu verschmelzen.

Zum Vortrag: Die Digitalisierung hat so ziemlich jeden Bereich unseres Lebens verändert. Auch Design, das Verständnis für Design und somit das Berufsbild des Designers haben sich gewandelt. Wenn es darum geht, Design nach außen hin zu vermitteln, deutlich zu machen, worum es im Design eigentlich geht, befinden wir uns allerdings noch in einer Art Pre-Alpha-Phase. Wenn in weiten Teilen der Gesellschaft Designer als diejenigen angesehen werden, die Dinge lediglich „schön machen“, dann liegt das in erster Linie an uns selbst. Anstatt als letztes Glied innerhalb der Wertschöpfungskette Formfragen zu beantworten, sollten wir Dinge von Anbeginn hinterfragen.

www.designtagebuch.de

www.schaffrinna.com

DAS PROGRAMM

DER RÜCKBLICK

Design prägt – Kreative, Künstler und Kämpfer reden Klartext

Der Studiengang Mediendesign der Rheinischen Fachhochschule Köln hatte am 8. November 2014 zum 8. Forum Mediendesign eingeladen. 700 Besucher und 6 Sprecher aus ganz Deutschland verbrachten einen spannend vollgepackten Tag im Museum Ludwig. Unter dem Motto „Design prägt“ konnte sich ein breites Publikum aus Kreativen und Designbegeisterten die Energietanks auffüllen, die Köpfe auf Hochtouren bringen und die Herzen richtig schnell schlagen lassen.

Zu Beginn des Forums präsentierte Nancy Birkhölzer, Kreative und Managing Partner bei IXDS Berlin, inspirierende Einblicke in die Arbeit ihrer Agentur. Ihre Botschaft: Die voranschreitenden Technologien und das Web sind zwei Dinge, die aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sind. Designer können aktiv beeinflussen, wie die Zukunft aussehen soll und müssen dafür alte Gewohnheiten und Muster überdenken.

Der 2014 mit „Room on the Broom“ für den Oscar nominierte Trickfilmregisseur Jan Lachauer thematisierte die Welt des Kinderfernsehens und gewährte auf sehr sympathische und anschauliche Weise spannende Blicke hinter die Kulissen und in den Entstehungsprozess seines Films.

„Das Schöne an einer Zeichnung ist, dass man etwas schafft, was vorher nur in der Phantasie vorhanden war.“ Prof. Felix Scheinberger zeichnet, seit er denken kann und hat auch heute noch meistens ein Skizzenbuch dabei, um mit geschwind gezücktem Bleistift Ideen sofort festzuhalten, wenn sie aufblitzen. „Neue Ideen kann man nicht einfach googeln oder fotografieren“, sagte der gegenwärtige deutsche „Skizzier Papst“ (Design Made in Germany) in seinem Vortrag, „aber man kann sie sehr gut zeichnen.“

Witz und Irritation

Die Konferenz war bunt und vielfältig wie immer. Einen wunderbaren Höhepunkt markierte der Künstler Jim Avignon, „der schnellste Maler der Welt“ (wie er sich selbst augenzwinkernd nennt), der die Schule des Lebens lernte und mit aberwitzigen Aktionen im Kunstbetrieb kreative Unruhe stiftete. In seinem Talk gab Jim Avignon keine praktischen Ratschläge, wie man seine Karriere optimiert oder die Konkurrenz aus dem Rennen schlägt. Stattdessen erklärt er sehr unterhaltsam an anschaulichen Beispielen seines Werkes, wie man selbst aus beruflichen Katastrophen noch kreatives Potential ziehen kann und warum die Lücken im Lebenslauf am Schönsten sind. Und auch hier die Botschaft: Ein Bleistift, ein Blatt Papier und eine gute Idee – mehr braucht prägendes Design nicht.

In seinem Vortrag stellte Florian Pfeffer sein Buch „To Do – Strategien, Werkzeuge und Geschäftsmodelle für radikale Gestaltung“ vor und gab Einblicke in die Themen dahinter. Für ihn übertragen sich die gesellschaftlichen Wandlungen, die sich oft in einem Wechsel von zentralistischen in dezentral strukturierte Systeme zeigen, auch auf das Design. Das Design oder der Designer kann hier eine prägende Rolle spielen, gerade im Hinblick auf die soziale Verantwortung.

Den Schlussakkord setze Tobias Grimm, Kreativgeschäftsführer der Werbeagentur Jung von Matt aus Hamburg. Die Arbeit seiner Agentur setzte er als kreative „Kriegsführung im Kampf um Aufmerksamkeit, Kunden und Marktanteile“ in Szene. Die These: Nur wer bereit ist, Grenzen zu überschreiten, Bestehendes zu hinterfragen und zu erneuern, wird erfolgreich sein. Als kreativer Kämpfer entwarf er einen ungeschminkten und martialischen Blick auf die Welt des Marketings und der Werbung. Vielen Studierenden gefiel es, Praktikumsplätze bei JvM erfreuten sich anschließend starker Nachfrage.

Ein visuell berauschender Tag

Während des Tages stellten die Studierenden des Studiengangs Mediendesign ihre Projekte aus. Am Vormittag wurden auch in diesem Jahr in Kooperation mit den Kölner Kreativagenturen denkwerk und Pixelpark gut besuchte Workshops für den kreativen Nachwuchs veranstaltet. Um die Zukunft prägender Gestaltung müssen wir uns keine Sorgen machen …

„Ein pralles, breit aufgestelltes Programm, eindringliche Botschaften und ein visuell berauschender Tag mit hohem fachlichen Anspruch – die Resonanz war durchgängig positiv“, fasst Prof. Martin Teschner, Manager und Leiter des Forum Mediendesign,  den Tag zusammen. „Mein Dank gilt allen, die mitgemacht haben – insbesondere den Studierenden, die diese Veranstaltung durch ihr sehr hohes Engagement professionell über die Bühne gebracht haben.“

„Auch in diesem Jahr hat mich die Mischung aus Futuristen, Werbeprofis und Künstlern total begeistert, „ergänzt Prof. Dr. Stefan Ludwigs (Studiengangsleiter Vollzeit). „Mediendesign ist nun einmal mehr als schöne Gestaltung und Dienstleistung. Es braucht wilde Ideen, Mut, innere Werte und Liebe zur Arbeit. Das alles begegnet einem auf dem Forum in unglaublich dichter Weise. Damit erweist sich das Forum immer wieder als Orientierungsplattform für die eigene Haltung und Ausrichtung als Designer, als Studierender, als Lehrender.“

Vom Oscar-Preisträger bis zum Vater der Maus.
Top-Kreative beim Forum Mediendesign 2013
Der Studiengang Mediendesign der Rheinischen Fachhochschule Köln hatte am Samstag, 9. November 2013, zum 7. Forum Mediendesign ins Museum Ludwig eingeladen. Den ganzen Tag nahmen sieben Kreativgrößen aus Design, Werbung
und Medien und rund 600 Besucher in Vorträgen und einem Workshop das zentrale Zauberwort aller Kreativen unter die Lupe: die Idee. Unter dem Motto "Heading" (Kreativübersetzung für Kreativblockaden) widmete sich die Veranstaltung dem wahrscheinlich wichtigsten Rohstoff der Branche. Dabei stellt die Idee an sich eine (theoretisch) unerschöpfliche Ressource da, wobei alles davon abhängt, die richtige Idee zur richtigen Zeit zu bekommen und richtig umzusetzen.Eröffnungsredner war der Designer Prof. Andreas Uebele. Er gab in hohem Tempo, garniert mit Humor und Leichtigkeit, tiefe Einblicke in die Vielzahl seiner Arbeiten.
Dabei erzählte er herrliche Geschichten und ließ die Zuschauer im vollbesetzten
Saal hautnah an seinen Kreativprozessen teilhaben. Sein Credo: Es gibt keine Idee
und keine Blockade. Ein wahrer Genuss für Freunde guter Typografie und ästhetischer Gestaltung.Den krönenden Abschluss bildete ein lebendes Idol: Armin Maiwald, der Vater der Sachgeschichten der "Sendung mit der Maus". Er setzte sich mitten auf die Bühne und erklärte dem mucksmäuschenstillen Auditorium, wie man trotz vieler Widerstände zur Umsetzung einer guten Idee gelangen kann. Dabei betonte er, dass eine Idee je nach wirtschaftlicher, politischer oder ökonomischer Wetterlage in die eine oder auch ganz entgegengesetzte Richtung laufen kann – immer vorausgesetzt, man gibt dieser Idee Raum und Zeit sich zu entwickeln.Ein Besucher fasste es zusammen: "Zwei Vorträge, wie sie unterschiedlicher, aber auch – jeweils für sich betrachtet – besser kaum sein können: gut vorbereitet, eindringlich, zum Thema, anregend, mitreißend."Kreative Breitseite gegen "Heading"
Dazwischen ging es Schlag auf Schlag: Hermann Waterkamp (Chef von Leagas Delaney) hielt eine erfrischende Präsentation und zeigte vielfältige, authentische Arbeiten seiner Werbeagentur, wobei ausgerechnet das kleinste der vorgestellten Projekte (Followfish) den größten Eindruck hinterließ. Seine Botschaft: Eine gute
Idee kommt nicht von ungefähr, sondern ist das Ergebnis von gründlicher Sachkenntnis und Verstehen.

Stefan Weil (Kreativchef bei Atelier Markgraph) erklärte auf unkonventionelle Art,
wie er die Riffe der Kreativblockaden elegant umschifft und zu mutigen Ansätzen, ungewöhnlichen Lösungen und neuen Sichtweisen kommt. Das Ganze untermauerte
er mit Beispielen seiner räumlichen Inszenierungen – hier konnten insbesondere die Studierenden eine Menge mitnehmen.

Marco Spies (Interaction Designer & Markenberater) zeigte in seinem Vortrag einfache und konkrete Beispiele und legte dar, wie mit gutem Design Kreativblockaden unterschiedlicher Art durchbrochen werden können – präzisiert durch sieben Leitsätze für die tägliche Praxis.

Dann zündete Christian Vogt, Chef von Pixomondo, ein visuelles Feuerwerk: er demonstrierte mit rasanten Filmszenen und beeindruckenden Animationen die Vorgehensweise bei seiner Arbeit und erklärte u.a., wie und warum sein Unternehmen mit herausragender Kreativarbeit und globalen Workflows die Oscar-gekrönten Spezialeffekte für den Kinofilm "Hugo Cabret" liefern konnte.

Der Produzent und Filmemacher Hermann Vaske nahm die Ideenkiller ins Visier und untersuchte die Betablocker der Kreativität. Dazu ist er um die ganze Welt gereist und hat zahlreiche Wissenschaftler, Künstler und Personen der Zeitgeschichte zum Thema Kreativität befragt. Zu Wort kamen auf der Leinwand des Filmforums unter anderem
der brasilianische Regisseur Fernando Meirelles, Stararchitekt Daniel Liebeskind, Hirnforscher Wolfgang Singer, Björk, Marilyn Manson, David Bowie, Oliviero Toscani, Stephen Hawking und Christo.

"Inspirationen für ein ganzes Jahr"
Neben den Vorträgen erwiesen sich die Gespräche und Kontakte dazwischen als eine wichtige Anregungs- und Energiequelle für den eigenen Kopf und die eigene Arbeit. Den ganzen Tag über gab es im Foyer – wie jedes Jahr Anfang November – eine Ausstellung von gestalterischen Arbeiten und kreativen Projektergebnissen aus dem Studiengang Mediendesign zu sehen. Die Resonanz der Besucher fiel ausnahmslos positiv aus und "Heading" dürfte nach diesem Tag mit vielen, facettenreichen Eindrücken zunächst kein Thema mehr sein. "Heute nehme ich wieder Inspirationen für ein Jahr mit nach Hause", sagte eine Besucherin am Abend.

"Wir hatten mit "Kreativblockaden" ein sehr wichtiges Thema, das jeden Kreativen betrifft. Dazu kamen in diesem Jahr Referenten aus ganz unterschiedlichen Design-Disziplinen, die das Thema aus differenzierten Blickwinkeln angegangen sind", resümiert Prof. Martin Teschner, Manager und Organisator des Forums. "Die Besucher haben den Tag als außerordentlich inspirierend erlebt, nicht zuletzt durch die offensichtlichen Kontraste der dargelegten Positionen. Am Ende war klar: Angst vor "Heading" ist unbegründet. Das haben auch die Studierenden bewiesen: standen sie zu Beginn der Vorbereitungen noch wortwörtlich mit dem Kopf vor der Blockade-Wand, haben sie den "Heading-Knoten" gekonnt durchschlagen und eine wunderbare Kampagne entwickelt. Bei der Organisation und Durchführung des Forums sind sie
dann zu professioneller Hochform aufgelaufen, haben alles mit Sorgfalt und viel Liebe zum Detail vorbereitet und gestaltet – insgesamt ein toller Job."

Für viele entscheidende Dinge im Leben gibt es keine Patentrezepte. Folgt man den vielen erfahrenen Rednern, so gibt es dies für die Idee schon: "Mut zu sich selbst und Intuition, Freiräume und Muße als auch Recherche, Analyse und Fleiß und nicht zuletzt die Unermüdlichkeit jede Variante zu probieren – dies waren die Zutaten, die für das Entstehen einer Idee genannt wurden. Und nun darf jeder selbst entscheiden, ob er in die Branche tief eintaucht oder abtaucht. Der Cocktail jedenfalls ist nun bekannt", so die Studiengangsleiterin Prof. Marie-Susann Kühr des berufsbegleitenden Studiums.

"Wichtig ist vor allem, dass man Seins findet und sich dem mit ganzem Herzen verschreibt", ergänzt Prof. Dr. Stefan Ludwigs (Studiengangsleiter Vollzeit). "Auf der Bühne war deutlich zu spüren, dass da Perfektionisten stehen, die ihren Job lieben.
Das ist doch eine tolle Vision für den Zugang zur Designwelt für unsere Studenten."

Wissenschaft und Praxis
Studieren im Dialog von Theorie und Praxis ist kennzeichnend für den Bachelor-Studiengang "Media Design" der Rheinischen Fachhochschule in Köln.

Mediendesign wird sowohl als Vollzeit-Studiengang (Regelstudienzeit 6 Semester)
als auch in berufsbegleitender Form (Regelstudienzeit 7 Semester) angeboten.

Kreative Highlights – Designhelden
beim Forum Mediendesign

Der Studiengang Mediendesign der Rheinischen Fachhochschule Köln hatte geladen und acht Kreativgrößen und rund 800 Besucher waren gekommen: Am Samstag, 3. November 2012, fand das 6. Forum Mediendesign der RFH Köln im Museum Ludwig statt. Die bis über den letzten Platz hinaus besetzte Veranstaltung stand unter dem Motto "Designhelden" und zog erneut ein breites Publikum aus Lehre und Praxis an. Studierende, Alumni, Lehrende, Kommunikationsdesigner und Mediengestalter.Das diesjährige Forum Mediendesign begann mit tiefen Einblicken in die Agentur-Arbeit von Mutabor Design in Hamburg, präsentiert von Vorstand Johannes Plass. Den Abschluss bildete Branchen- und Werbelegende Prof. Thomas Rempen, der mit mahnenden Worten einen differenzierten Umgang mit dem Helden-Begriff einforderte und den Blick nicht nur auf kreative Highlights seines beeindruckenden Lebenswerkes lenkte, sondern auch auf die von ihm geschätzten "Hidden Heroes", die stillen, heimlichen Designhelden, die niemand bewusst wahrnimmt.

Visuelles Feuerwerk
Dazwischen lagen intensive und spannende Vorträge, in denen sechs weitere renommierte Vertreter der Design-Zunft ihre Positionen und Werke zum Thema vorstellten sowie spannende Blicke in die Zukunft lenkten:
so bot Mario Lombardo sehr intime und intensive Eindrücke in sein kreatives Schaffen, Dirk Uhlenbrock belegte die Netzhäute der Anwesenden mit einem visuellen Feuerwerk und Wolfgang Beinert präsentierte seinen Standpunkt zum Thema Designhelden am Beispiel einer ehrenamtliche Non-Profit-Initiative von Berliner Designern. Johannes Erler (Chefgestalter der Zeitschrift "Stern") führte insbesondere den Studierenden sehr anschaulich vor Augen und Ohren, was es alles braucht, um ein Designheld zu werden. Der Schriftenentwerfer Henning Skibbe präsentierte am Beispiel des Redesigns der Süddeutschen Zeitung vielschichtige detailtypografische Heldentaten, die sich dem durchschnittlichen Leser in der Regel nicht direkt erschließen – ein tiefer Einblick in vollendetes typografisches Handwerk. Robin Preston, Londoner Fotograf und Photoshop-Guru, stellte mit seinem Beitrag unterhaltsam und eindringlich den Übergang von konventioneller Arbeit (sprich Werbung) zu freier kreativer Entfaltung dar und mahnte dabei die Besinnung auf gutes, solides Handwerk an – abgerundet durch eine Animation des Shootings der Zukunft.

Große und kleine Helden auf und hinter der Bühne
Neben 7 Stunden Vorträgen gab das Forum Mediendesign die Gelegenheit zu einzigartigen Begegnungen, spannenden Diskussionen und vielfältigsten Inspirationen. Den ganzen Tag über gab es im Foyer – wie jedes Jahr Anfang November – eine Ausstellung von gestalterischen Arbeiten und kreativen Projektergebnissen aus dem Studiengang Mediendesign zu sehen. Das pralle Programm gefiel, die Resonanz der Besucher fiel unterm Strich ausnahmslos positiv aus.

"Wie in den Jahren zuvor habe ich das Gespräch mit unseren Gästen gesucht, um herauszufinden, wie sie das Programm erleben", resümiert Prof. Martin Teschner.
"Die meisten fanden die Mischung aus fachlichem Anspruch und gestalterischen Inspirationen außerordentlich gelungen. Für viele machten die unterschiedlichen Positionen auf der Bühne den eigentlichen Reiz der Veranstaltung aus. Dabei dürfen
wir nicht vergessen: möglich wurde das inzwischen sehr hohe Niveau dieses Events allein durch das beeindruckende Engagement der Studierenden aus dem 3. und 4. Semester – und all derer, die außerdem mitgeholfen haben." Auch wenn der Weg dahin manchmal steinig war, die zufriedenen Mienen auf dem abschließenden Gruppenfoto lassen einen gewissen Stolz auf den gelungenen Helden-Coup erahnen.

"Die Studenten kennen die professionelle Designwelt häufig nur über uns Dozenten. Für sie ist es von unschätzbarem Wert, die Vortragenden – so unterschiedlich wie sie sind – authentisch zu erleben. Die Botschaft ist: Egal wie du gestrickt bist, du kannst deinen Weg in die Medien machen, wenn du es willst und Deins findest", so Studiengangsleiter Prof. Dr. Stefan Ludwigs. "Für uns an der RFH wird es deshalb immer besonders wichtig sein, unsere Kontakte nach "draußen" im Rahmen von Ringvorlesungen, Forum Mediendesign oder Presentation Day zu pflegen."

Wissenschaft und Praxis
Studieren im Dialog von Theorie und Praxis ist kennzeichnend für den Bachelor-Studiengang "Media Design" der Rheinischen Fachhochschule in Köln.

Mediendesign wird sowohl als Vollzeit-Studiengang (Regelstudienzeit 6 Semester) als auch in berufsbegleitender Form (Regelstudienzeit 7 Semester) angeboten.

Blickableiter – Kreative und Könige
beim Forum Mediendesign

Rund 800 Design-Interessierte fanden am Samstag, 5. November 2011, den Weg zum 5. Forum Mediendesign der RFH Köln, das wieder im Filmforum im Museum Ludwig stattfand. Die bis auf den letzten Platz besetzte Veranstaltung stand unter dem Motto "Blickableiter" und zog erneut ein breites Publikum aus Studierenden, Alumni, Lehrenden, Kommunikationsdesignern und Mediengestaltern an.

Acht renommierte Experten aus den Bereichen Grafik, Werbung, Fotografie und Film stellten ihre Positionen zum Thema vor. "Blickableiter" war nicht nur das Motto, sondern – so schien es bei vielen Vortragenden – auch Credo einer im Umbruch befindlichen Branche. Jetzt erst recht! In unsicheren Zeiten nicht auf Normales setzen sondern Neues wagen, lautete die Botschaft vieler Sprecher.

Sprachableiter und Ideenableiter
Armin Reins eröffnete die Konferenz mit dem Vortrag "Text sells. Erfolgreiche Sprache im Zeitalter von Google & Co.". Er erklärte, warum wir aufgrund der Mediennutzung gerade einen Paradigmenwechsel in der (werblichen) Sprache erleben, und erläuterte die sich daraus ergebenden Konsequenzen für Gestalter und Textverantwortliche.

"Was Ideen wirklich killt." Im Rahmen seines Vortrages bot Reinhard Patzschke
tiefe Einblicke in die Agentur-Arbeit und das Miteinander zwischen Agentur und Auftraggebern. Insbesondere gab er Handlungsempfehlungen, wie kreative Ideen
im mitunter rauen Kundenalltag weitestgehend lebendig gehalten werden können.

Guido Heffels hat mit einigen seiner vielfach prämierten Arbeiten die Grenzen dessen, was bei Auftraggebern durchsetzbar ist, präsentiert; er betonte dabei recht deutlich, dass heute für außergewöhnlich kreative Arbeiten auch außergewöhnliche Kreative gebraucht werden ("Ich arbeite nicht mit Idioten").

Mit seinem offenen Auftreten spiegelt Lars Harmsen seine Passion für gute Typografie und feinstes Grafik Design wider. Gespickt mit vielen "Blickableitern" stellte er seine Arbeiten vor. Seine Leidenschaft ist dabei in jedem einzelnen Buchstaben erkennbar. Obwohl einige seiner Schriften teilweise fremdartig erscheinen und kaum für den alltäglichen Gebrauch Verwendung finden, überzeugt seine prägnante Art der Gestaltung.

Der Oskar und die Rote Couch
Der dieses Jahr mit "Der Grüffelo" für den Oscar nominierte Animationsregisseur
Jakob Schuh vollzog die schwierigen ersten acht Jahre des vielfach prämierten Animationsstudios Studio Soi nach. Anhand von sechs Beispielen gewährte er auf
sehr sympathische und anschauliche Weise tiefe Einblicke hinter die Kulissen und
in die Entstehungsprozesse seiner Filme.

"The Red Couch – A Gallery of Mankind". Der Fotograf und Künstler Horst Wackerbarth stellte mit seinem Rote-Couch-Projekt unterhaltsam und eindringlich den Übergang von konventioneller Arbeit (sprich Werbung) zu Kunst bzw. gesellschaftlichen und sozialkritischen Aspekten dar.

Seine Botschaft: nicht möglichst oft etwas Neues beginnen, sondern ein Projekt richtig
in die Tiefe treiben. Dazu brachte er sein Originalsofa ins Filmforum mit und stellte es mitten auf die Bühne. Nach seinem Vortrag nutzten viele Benutzer diese einzigartige Gelegenheit, ihren persönlichen "Blickableiter" auf dem berühmten Roten Sofa zu inszenieren.

Königliche Geschichten und Präsentationen
Am Abend kam der erste König auf die Bühne: Ralf König, begnadeter (Comic-)Zeichner und der König der Geschichtenerzähler. Photoshop ist ihm fremd und überhaupt scheut er möglichst die Tastatur (einige anwesende Digital Natives nahmen es mit ungläubigem Staunen zur Kenntnis). Zeichnen erlebt er immer noch als sinnliche Tätigkeit, mit Papier, Stift, Schere und Fotoleim. Er rahmte seine Ausführungen mit höchst unterhaltsamen Kostproben aus seinen Comics ein, die vielen Besuchern Lachtränen in die Augen trieben.

"Der König ist Kunde." Einer der Höhepunkte des Forums war sicherlich der gemeinsame Vortrag von Julian Zimmermann und König Bansah, dem zweiten
König des Abends.

Zum einen stand dort ein junger Hochschulabsolvent vor vollem Saal und begann seinen Vortrag mit einer Lässigkeit, die die Besucher erstaunen ließ. Immerhin legte er eine Routine an den Tag, die man eher von alten Vortrags-Hasen kennt, war dabei aber absolut authentisch, menschlich und mit vollem Herzen engagiert und involviert.

Zum anderen kam ein in Gold gekleideter echter (!) König auf die Bühne und die beiden referierten über ein gemeinsames Projekt, das Julian Zimmermann als Abschlussarbeit gemacht hatte: ein Corporate Design für einen nicht ganz so gewöhnlichen König, grafisch eine Augenweide – alles von Julian Zimmermann entwickelt, gestaltet und präsentiert. Und ein exzellentes Beispiel dafür, dass Mediendesign-Studierende bei
der Wahl ihres Bachelor Themas durchaus weit über den Tellerrand schauen sollten.

Zum Abschluss des Abends gab es Autogramme von König Bansah und 120 Flaschen königliches Akosombo-Bier, das innerhalb weniger Minuten restlos ausverkauft war. Die Erlöse gehen an ein Schulprojekt des Königs in Ghana, welches auch von der RFH mit einer Sachspende unterstützt wurde.

Visuelle und kreative Delikatessen
Den ganzen Tag über gab es im Foyer – wie jedes Jahr Anfang November – eine ständige Ausstellung von gestalterischen Arbeiten und kreativen Projektergebnissen
aus dem Studiengang Mediendesign zu sehen.

"In diesem Jahr haben die Studierenden aus dem 3. und 4. Semester durch ihre kreative, exzellente Arbeit und ihr sehr hohes Engagement das bereits sehr hohe Niveau des Forums nochmals steigern können. Grund dafür ist sicherlich die perfekte Verbindung von Studieninhalten und professioneller Praxis gepaart mit hoher Eigenverantwortung", würdigte Prof. Martin Teschner die Eigenleistung der Studiengruppen. "Ziel der Veranstaltung ist es, den Besuchern den Blick zu erweitern, sie zu inspirieren und in ihren Köpfen unverwechselbare Bilder zu hinterlassen – echte Blickableiter eben."

Auch das abschließende Gruppenfoto der beteiligten Studierenden und Dozenten wurde zum Blickableiter – mit rotem Sofa und König Bansah.

"Inspirierend und immer wieder Orientierung gebend", resümierte Studiengangsleiter Prof. Dr. Stefan Ludwigs das Forum. "So kompakt und eindringlich erlebt man echten, anwendbaren Wissenstransfer selten. Und nach dem Motto: ‚Nach dem Spiel ist vor dem Spiel', fangen wir jetzt schon an, in Richtung November 2012 zu denken."

Wissenschaft und Praxis
Studieren im Dialog von Theorie und Praxis ist kennzeichnend für den Bachelor-Studiengang "Media Design" der Rheinischen Fachhochschule in Köln.

Mediendesign wird sowohl als Vollzeit-Studiengang (Regelstudienzeit 6 Semester) als auch in berufsbegleitender Form (Regelstudienzeit 7 Semester) angeboten.

Kreative Köpfe beim Forum Mediendesign

Rund 700 Design-Interessierte fanden am Samstag, 6. November 2010, den Weg zum vierten "Forum Mediendesign" der RFH Köln, das wieder im Filmforum im Museum Ludwig stattfand. Die Veranstaltung des Studiengangs Mediendesign war für alle Interessierten zugänglich.

Das Motto "Kreative Köpfe" forderte die Besucher bereits am Eingang zur Aktivität heraus, denn die Begegnung mit den renommierten und ausgezeichneten Designern, vielen Gästen und den Studierenden, Alumni und Dozenten der RFH sollte auch zur eigenen Standortbestimmung dienen.

Die namhaften Referenten sorgten den ganzen Tag über für anhaltendes Interesse - nicht nur bei den Studierenden der RFH, sondern auch bei zahlreichen Interessierten aus der Region.

"Zum vierten Mal Forum Mediendesign - damit ist diese Veranstaltung fester Bestandteil im Kölner Kalender, ja fast schon Tradition geworden", sagte Prof. Dr. Dietmar Barzen, Vizepräsident für den Fachbereich Medien, bei seinem Grußwort.

Ansteckende Kreative
Viele Disziplinen aus dem Bereich des Mediendesigns waren diesmal vertreten, einige davon erstmalig beim Forum Mediendesign. Prof. Martin Teschner, Leiter des Events: "Es standen nicht nur die 'digitalen Welten' im Mittelpunkt - wir haben das Motto 'Kreative Köpfe' vielmehr auf alle medialen Umsetzungformen bezogen und realisiert - und das wurde von den Besucherinnen und Besuchern auch explizit gewürdigt."

Kernfragen der mediendesignerischen Arbeit berührte der Vortrag von Stefan Kolle (Werbeagentur Kolle Rebbe, Hamburg). Er widmete sich der Frage, wie erfolgreich Kommunikation in Zeiten der Übersättigung sein kann. Dazu brachte er eindrucksvolle Beispiele, wie werbliche Kommunikation nachhaltig wirken kann, wenn sie auf Einstellungen zielt.

Aus Düsseldorf kam Jacques Tilly zum Forum, um aufzuzeigen, wie man mit Großplastiken Resonanz und Medienecho erzeugen kann. Seine Karnevalswagen-Gestaltungen zeichnen sich durch bissige politische Satire aus und haben dem Düsseldorfer Rosenmontagszug verstärkte bundesweite und internationale Aufmerksamkeit verschafft.

Für Eike König (Design Agentur Hort, Berlin), einen der einflussreichsten deutschen Grafikdesigner, steht fest, dass Design eine Passion sei - also eine schmerzvolle Angelegenheit. Er nahm sein Publikum daher mit in seine eigene Lebensgeschichte, setzte an ihr sein Portfolio auf und bewegte auf diese Weise die Anwesenden so sehr, dass sie ihn am Ende seines Vortrags mehrfach zum Weiterreden herausforderten.

"Sound Branding" mit John Groves aus Hamburg, "Brand Stores. Real versus digital" mit Marcus Mex aus Berlin, Kreativität in der Fotografie mit Uwe Düttmann aus Hamburg, "Reichlich Reichweite reicht nicht mehr" mit Peter Post aus Wiesbaden und konsequent Analoges mit Comiczeichner Ulf K. aus Düsseldorf - die Bandbreite des Mediendesigns spiegelte sich im Programmverlauf dieses lehrreichen Tages.

Den ganzen Tag über gab es im Foyer - wie jedes Jahr - eine ständige Werkschau aus einigen Projektarbeiten im Studiengang Mediendesign. Neben der grundlegenden wissenschaftlichen Vertiefung gehören auch gestalterische Gruppenarbeiten zum Studienplan.

Eventmanagement
"Möglich wurde all das nur durch die exzellente Arbeit und das sehr hohe Engagement der Studierenden aus dem 3. und 4. Semester", würdigte Prof. Teschner die Eigenleistung der Studiengruppen. Das jährliche Herbst-Event des Studiengangs Mediendesign binde zwar enorm viele Kräfte, führe aber auch zu einer konkreten Erfahrung des Zusammenarbeitens, die für das Berufsleben hilfreich sei, unterstrich der erfahrene Designer.

Referenten

  • John Groves, Geschäftsführer Groves Sound Communications, Hamburg
  • Ulf K., Comiczeichner und Illustrator, Düsseldorf
  • Stefan Kolle, Geschäftsführer Kreation, Kolle Rebbe Werbeagentur, Hamburg
  • Markus Mex, dan pearlman Markenarchitektur GmbH, Berlin
  • Uwe Düttmann, Fotograf, Hamburg
  • Peter Post, Geschäftsführer Scholz & Volkmer, Wiesbaden
  • Jacques Tilly, Illustrator, Bildhauer und Karnevalswagenbauer, Düsseldorf
  • Eike König, Geschäftsführer Hort, Berlin
Forum Mediendesign sorgte für Gutes Design

Rund 700 Design-Interessierte fanden am Samstag, 7. November 2009, den Weg zum dritten "Forum Mediendesign" der RFH Köln, das wieder im Filmforum im Museum Ludwig stattfand. Die Veranstaltung des Studiengangs Mediendesign war für alle Interessierten zugänglich.

Unter dem anspruchsvollen Motto "Gutes Design" trafen sich renommierte und ausgezeichnete Designer, Künstler und Wissenschaftler zum Dialog mit den vielen Gästen und den Studierenden, Alumni und Dozenten der RFH. Einblicke in die Qualitätskriterien für gutes Design gaben u. a. Prof. Peter Wippermann, Hamburg,
einer der renommiertesten deutschen Trendforscher; Götz Ulmer, Top-Kreativer der Werbeagentur Jung von Matt, Hamburg; Prof. Joachim Sauter, Berlin, der zu den bedeutendsten Medien-Künstlern in unserem Land zählt; und auch der Fotograf Dieter Blum, Düsseldorf, der in den vergangenen Jahrzehnten Meilensteine im Bereich der Magazin- und Werbe-Fotografie setzte.

"Medien verlieren ihren Charakter und gewinnen an Bedeutung. Es geht um Kultur, nicht um das Geschäft", so beschrieb der Hamburger Trendforscher Prof. Peter Wippermann den derzeitigen Paradigmenwechsel der Medien.

Gespannt verfolgte Prof. Martin Teschner (li.), Leiter des Forums Mediendesign der RFH Köln, zusammen mit einigen Alumni das Programm. - Typografische Geheimnisse verriet Prof. Indra Kupferschmidt (mi.), Bonn / Saarbrücken. - Kunst, Mediendesign und Raumdesign vereinte Prof. Joachim Sauter (re.), Berlin / Los Angeles, in seiner mitreißenden Präsentation.

In den Pausen und beim abschließenden "GetTogether" nutzen die Mediendesign-Studierenden und Besucher jede Chance zum intensiven Gespräch mit den Experten - hier mit Götz Ulmer, Geschäftsführer Kreation bei der Jung von Matt Werbeagentur, Hamburg. Manche Teilnehmer des Forums waren eigens aus anderen Bundesländern und sogar aus Nachbarländern angereist.

Parallel zu den Vorträgen wurden im Foyer durchgängig studentische Arbeiten vorgestellt. Auch war eine spezielle Website (http://www.forum-mediendesign.de) von Studierenden gestaltet und realisiert worden. Mit der Möglichkeit für die Besucher der Website, sie individuell umzugestalten und auch inhaltliche Beiträge zu geben, wurde man neugierig gemacht und in das Thema einbezogen.

Geschafft!
Diese Veranstaltung zeigte selbst ein nicht nur gutes sondern herausragendes Design, hochkarätige Referenten waren gekommen und unerwartet zahlreiche Gäste, es gab so viele intensive Begegnungen...

Prof. Martin Teschner weiß, wem dieser Tag zu verdanken ist: "Bemerkenswert war auch in diesem Jahr wieder das extrem hohe Engagement der beteiligten Studenten: das 3. Semester managte die Durchführung des Forums und das 4. Semester leistete die Konzeption und Gestaltung aller Kommunikationsmaßnahmen."

Herzlichen Dank an alle, die diesen unvergesslichen Tag möglich gemacht und gestaltet haben!

Referenten

  • Lars Büchel, Regisseur, element e, Hamburg
  • Dieter Blum, Fotograf, Düsseldorf und Esslingen
  • Prof. Indra Kupferschmid, Typografin, Saarbrücken
  • Prof. Joachim Sauter, Medienkünstler & -gestalter, art+com, Berlin
  • Götz Ulmer, Geschäftsführer Kreation, Jung von Matt, Hamburg
  • Prof. Peter Wippermann, Trendforscher, Trendbüro, Hamburg
Zweites Forum Mediendesign begeisterte 500 Kreative mit viel kommunikativem Scharfsinn und Esprit

Rund 500 Besucher kamen zum Zweiten Forum Mediendesign der Rheinischen Fach¬hochschule Köln (RFH) am 8. November 2008. Im Filmforum im Museum Ludwig trafen sich Gäste aus Medien- und Designagenturen, Studierende, kreative Köpfe und Oberstufenschüler, die sich für den BA-Studiengang Mediendesign interessieren.

Auf dem Forum Mediendesign der Rheinischen Fachhochschule Köln gewährten hochkarätige Gestalter und Profis aus verschiedenen Disziplinen der Medienbranche Einblicke in ihre Praxis, berichteten über Trends, gaben Ausblicke zu Berufschancen und formulierten die Anforderungen für gute Mediendesigner. Die Studierenden des Fachbereichs Mediendesign zeigten die beeindruckenden Ergebnisse ihrer Projektarbeiten. Das Forum stand unter dem Motto "Ich sehe was, was Du nicht siehst". Das Motto hatten die Studierenden ganz unkonventionell zur Kampagne umgesetzt: Überall, an ganz alltäglichen Gegenständen, ob am Feuerlöscher, am Spiegel oder an der Treppe, waren scharfsinnige Sprüche zu lesen. So konnten die Gäste beispielsweise an den Toilettentüren in Anlehnung zum FAZ-Werbespruch "Hinter jeder Tür steckt ein kluger Kopf" über ein entsprechendes Piktogramm schmunzeln. An einer Kölschflasche klebte ein doppeldeutiges Blatt "Rheinisches Format". Der Begriff umschreibt nicht nur die hiesige Bierkultur, sondern auch ein gängiges Zeitungsformat (z.B. Rheinische Post). An Spiegeln prangte "Spiegel-Leser wissen mehr", aber auch der Spruch "Es gibt immer wieder was zu tun", der vielleicht manche Besucher oder Besucherinnen anregte, die Frisur oder das Make-Up nachzubessern. "Einfach super und erfrischend", fand Prof. Martin Gertler, ehemaliger Studiengangsleiter, die Idee. "Mediendesign ist eben oft auch Textdesign". Die Studenten hatten noch mehr auf Lager: Mit einer Guerilla-Marketingkampagne rund um die Domplatte machten sie analog zum Forum-Motto eine unübersehbare Promotion-Aktion und verteilten Aufkleber und Poster in einem Aufsehen erregenden Fliegen-Motiv-T-Shirt. "Das schuf Beachtung wie auch Gesprächsstoff und sorgte mitunter für so viel Interesse, dass nicht alle Besucher einen Sitzplatz ergattern konnten", berichtet RFH-Dozent und Forum-Koordinator Professor Martin Teschner mit sichtlicher Zufriedenheit über die Veranstaltung. Studiengangsleiter Professor Dr. Stefan Ludwigs war überwältigt vom großen Interesse am Forum Mediendesign – und das an einem Samstag mit vielen alternativen Programman¬geboten. Er lobte das Engagement seiner Studierenden und dankte den Rednern, die den Studenten viele neue inspirierende Impulse gaben. In einer Welt, in der es mehr Computer als Menschen gebe, sei Orientierung sehr wichtig, führte Ludwigs in seiner Präsentation über den Studiengang Mediendesign aus. "Deshalb bilden wir zu Architekten der medialen Kommunikation aus und wollen andere erkennen lassen, was sie vielleicht noch nicht sehen".

In seinen Begrüßungsworten dankte RFH-Präsident Professor Johannes Schinke allen engagierten Forum-Initiatoren und studentischen Organisatoren. Er wies darauf hin, dass über 80 Prozent der RFH-Absolventen gleich nach ihrem Studienabschluss einen Arbeitsvertrag erhielten. Der Erfolg habe ursächlich auch damit zu tun, dass RFH-Studenten motiviert seien, sehr gute Leistungen zu erbringen. Ermöglicht würden diese durch das persönlich geprägte partnerschaftliche Verhältnis zwischen Lehrenden und Lernenden.

Beim anschließenden GetTogether bis in die späten Abendstunden bot sich noch viel Gelegenheit für Gespräche bei angenehmer Lounge Musik und kühlen Drinks.

Referenten

  • Tom Alby, Ask.com, Hamburg
  • Luc(as) de Groot, FontFabrik, Berlin
  • Juli Gudehus, Gestalterin, Berlin
  • Dietmar Henneka, Fotograf, Stuttgart
  • Klaus Hesse, Hesse Design, Düsseldorf
  • Tom Hirt, ERCO, Lüdenscheid
  • Albrecht Schmidt, Fraunhofer IAIS, Sankt Augustin
  • Matthias Spaetgens, Scholz & Friends, Berlin
  • Robert Müller, Patrizia Widritzki, facts+fiction, Köln
Erstes Forum Mediendesign: Der Tag der Hingucker begeisterte die Kreativen

Gut 350 Besucher kamen zum ersten Forum Mediendesign der Rheinischen Fachhochschule Köln (RFH) am 27. Oktober 2007. Im Kölnischen Kunstverein "Die Brücke" gingen Gäste aus Medien- und Designagenturen, Studierende, kreative Köpfe und viele Interessierte für den RFH-Studiengang Mediendesign miteinander auf Tuchfühlung.

Auf dem Forum Mediendesign der Rheinischen Fachhochschule gewährten Gestalter und Profis aus verschiedenen Disziplinen der Medienbranche Einblicke in ihre Praxis, gaben Ausblicke zu beruflichen Chancen und formulierten die Anforderungen für gutes Mediendesign. Die Stimmung war locker: Ob im Kino- oder Theatersaal im Kölnischen Kunstverein, an den Ständen oder auf der breiten, schwungvollen Treppe - die Gäste kamen schnell miteinander in Kontakt. Referenten, Studierende und Etablierte aus der Design-Szene bekamen in Gesprächen Antworten auf ihre Fragen oder tauschten sich aus über neue Entwicklungen und Trends. Profis aus großen Werbe-, Grafik- und Media-Agenturen, hielten Vorträge. Besonders umlagert waren Referenten, die Jobs oder Praktika für die Studenten mit im Gepäck führten.

In seiner Rede lobte Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma die Studierenden und ihre betreuenden Dozenten für die exzellente Vorbereitung. Er freute sich, dass dieses Forum nicht in Berlin oder Düsseldorf stattfindet, sondern hier in Köln, wo jeder Zehnte im Medienbereich arbeitet. Der Bedarf an qualifiziertem Nachwuchs sei daher gerade in Köln groß. "Mit dem als einer der ersten akkreditierten Bachelor-Studiengänge in NRW stellt die RFH mit dem Studiengang Mediendesign einen überaus wichtigen Baustein dar, der mit dazu beiträgt, dem Medienstandort Köln Kompetenz und Perspektive zu verleihen," sagte Schramma.

Prof. Johannes Schinke, Präsident der RFH, wies in seiner Rede darauf hin, dass sich der noch junge Studiengang bereits jetzt schon in Fachkreisen gut etabliert habe. Er könne sich vorstellen, dass ein alljährliches Forum Mediendesign zu einem festen Bestandteil im kontinuierlichen Austausch zwischen Hochschule und Medien führen wird.

"Wir haben mit der Veranstaltung nicht nur die richtige Bühne für unser Anliegen gefunden, sondern bieten sowohl mit dem Studiengang als auch mit dem Forum die besten Voraussetzungen für einen guten Berufsanfang in der Medien- und Designbranche", erklärte Studiengangsleiter Professor Dr. Stefan Ludwigs. "Der Ort hätte nicht besser zu der Veranstaltung passen können", ergänzte Professor Martin Teschner, Dozent und Forum-Koordinator. Denn "Die Brücke" wurde zu Beginn der 50er Jahre gebaut, um einen symbolischen Ort des Dialoges in der vom Krieg zerstörten Stadt herzustellen. Die Teilnehmer waren sich einig: Das Forum war im besonderen Maße geprägt von der lebendig-klaren und kreativen Atmosphäre der Räumlichkeiten des Nachkriegsgebäudes. Restauriert wurde der Bau vor wenigen Jahren für den Kölner Kunstverein ganz im Geiste der Bauhausarchitektur und seines Kölner Architekten Wilhelm Riphahn. Auch das Ambiente der "Brücke" trug dazu bei, dass die Gäste bis in die späten Abendstunden am Forum teilnahmen. Und wer noch genügend Energie hatte, der zog noch im "Garamondenschein" in die Disco Omega, wo eine durchgestylte Magenta-Party der Mediendesign Studenten stattfand.

Referenten

  • Thomas Caspari, Regisseur und Fotograf, Meerbusch
  • Mareike Foecking, Fotografin, Düsseldorf
  • Lars Inselmann, pixelpark, Köln
  • Robert Müller, Geschäftsführer, facts+fiction, Köln
  • Patrizia Widritzki, Creative Manager Design, facts+fiction, Köln
  • Kristian Ochs, Creative Director, argonauten G2, Düsseldorf
  • Thomas Schauf , Bundesverband Digitale Wirtschaft, Düsseldorf
  • Holger Schmidhuber, Vorstandsvorsitzender der Fuenfwerken Design AG, Wiesbaden
  • Christoph Kronhagel, Gesellschafter, ag4 | mediatecture company, Köln
  • Dirk Ude, Marketing Manager, Deutsche Post DHL, Bonn
  • Olav A. Waschkies, Key Account Manager, pixelpark, Köln
  • Sascha Wolter, Software-Architekt, Entwickler, Autor, Trainer, Düsseldorf
  • Marco Zingler, Geschäftsführer, denkwerk, Köln
DER WORKSHOP

DIE ANFAHRT

Filmforum im Museum Ludwig
Heinrich-Böll-Platz (am Dom)
50667 Köln

Der Eintritt ist frei.
Eine Anmeldung zum Forum
ist nicht erforderlich.

MIT FREUNDLICHER UNTERSTÜTZUNG VON

SOCIAL

EINE VERANSTALTUNG VON